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Dr. Douwe Visser über Calvinjahr und Reformationsdekade

Theologischer Generalsekretär des Reformierten Weltbundes zu Besuch in der Evangelischen Landeskirche in Baden

Der Niederländische Theologe und Pfarrer, Dr. Douwe Visser, 54, besuchte die Evangelische Landeskirche in Baden. Er hielt einen der Vorträge bei der Calvin-Tagung des badischen Vereins für Kirchengeschichte und der Evangelischen Akademie vom 15. - 17. Mai 2009. Beim Treffen mit der Kirchenleitung in Karlsruhe kamen unter anderem das Calvinjahr und die Reformationsdekade zur Sprache.

Visser bedauerte, dass es in Deutschland so viele Vorurteile über Calvin und den Calvinismus gäbe. Die reformierten Kirchen in Asien und Afrika hingegen schätzten Calvin wegen seiner deutlichen geistlichen, theologischen und ethischen Äußerungen, wegen seiner Suche nach einem glaubwürdigen und verantwortbarem Leben aufgrund der Heiligen Schrift und seiner ökumenischen Weite. Calvins Worte, so Visser, waren nicht verführerisch, wie die mancher charismatischer Bewegungen, sondern regten auf der Basis der Bibel eigenständige Denken und Handel an. Seine klare Ethik spreche viele junge Menschen an.

Der Reformierte Weltbund bereitet sich auf das Gedenken "450 Jahre Heidelberger Katechismus" vor. Es ist das in die meisten Sprachen übersetzte Bekenntnis und gelte für 80 Millionen Christinnen und Christen weltweit. Visser betonte ebenfalls die ökumenische Bedeutung der Barmer Theologischen Erklärung. 75 Jahre nach ihrer Entstehung ginge es damals wie heute darum ein lebensspendendes christliches Zeugnis für diese Welt zu formulieren. Er erkannte gleichfalls die Reformationsdekade als gemeinsames Erbe der reformatorischen Kirchen sowie auf die Zusammenarbeit mit dem Lutherischen Weltbund und dem ökumenischen Rat der Kirchen. Die Stimme einer reformatorischen Weltgemeinschaft wäre ein schönes Ergebnis der Reformationsdekade meinte der Generalsekretär.

Weitere Stationen seines Besuches waren das Ökumenische Institut an der Universität Heidelberg, das theologisch-pädagogische Zentrum Morata Haus in Heidelberg sowie das Melanchthonhaus in Bretten und das Waldensermuseum in Ötisheim-Schönenberg.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 10. August 2016 11:00