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"Interesse an Calvin überwältigend"

EKD zieht erste positive Bilanz zum Auftakt des Jubiläums "500 Jahre Johannes Calvin"

12. März 2009

Die Resonanz, die das Jubiläumsjahr anlässlich des 500. Geburtstages des Reformators Johannes Calvin bisher erfahren hat, sei "überwältigend". Diese erste Bilanz nach drei Monaten Calvin-Jahr zogen der Calvinbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Pfarrer Achim Detmers und die EKD-Kulturbeauftragte Petra Bahr am 11. März in Berlin:

Die große Anzahl an bundesweiten Veranstaltungen, wie Vorträge und Symposien, zeige, dass der Genfer Reformator Johannes Calvin (1509-1564) zu Unrecht in Deutschland bisher deutlich weniger beachtet worden war als beispielsweise Martin Luther. Vor allem das klare Profil in Calvins Kirchenverständnis, seine Aussagen zur Wirtschaftsethik und seine seelsorgerlichen Bemühungen um eine bedrängte und verfolgte Kirche finden im Calvin-Jahr neue Beachtung, so die beiden EKD-Vertreter auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Deutschen Historischen Museum (DHM).

Das große Interesse sei auch daran abzulesen, so Achim Detmers, dass die ersten 10.000 Exemplare des von der EKD und dem Reformierten Bund herausgegebenen Calvin-Magazins nach wenigen Wochen vergriffen war. Auch die Wanderausstellung zum Calvin-Jahr wurde von mehr als 150 Gemeinden und Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angefragt. Derzeit sind 13 Exemplare der Ausstellung auf Wanderschaft.

Die EKD hat zudem eine "Calvin-Kiste" konzipiert, die religions- und gemeindepädagogische Materialien für verschiedene Altersgruppen bereitstellt und die praktische Arbeit der Gemeinden im Calvin-Jahr unterstützen soll. So enthält die Kiste Ausstellungsplakate, Bausteine für Öffentlichkeitsarbeit, Gottesdienste und andere Veranstaltungen sowie Unterrichtsentwürfe, Magazine und Minibücher und eine "multimediale DVD rund um Calvin" mit einem 30minütigen Präsentationsfilm, außerdem Power-Point-Präsentationen, Audio-Files, Kopiervorlagen und Bildmaterial.

Die Kulturbeauftragte der EKD, Petra Bahr, präsentierte in Berlin die Reihe "Was tun, Herr Calvin? - Gegenwartsfragen im Licht des Calvinismus", die sie für die EKD mit dem Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin veranstaltet. An fünf Abenden werden Prominente, u.a. Landesbischöfin Margot Käßmann, die Anwältin Seyran Ates und der Pädagoge Bernhard Bueb ("Lob der Disziplin), miteinander diskutieren und aktuelle Fragestellungen vor dem Hintergrund des Denkens Johannes Calvins beleuchten. Die Abende finden zu den Themen Disziplin, Geld, Widerstand, Bilderstreit und Demokratie statt. Eingebettet sind die Streitgespräche, die am 15. April beginnen, in die große Ausstellung des Deutschen Historischen Museums »Calvinismus. Die Reformierten in Deutschland und Europa«, die am 31. März eröffnet wird und bis 10. Juli auf 1100 qm eine umfassende Sicht auf Calvin und den Calvinismus eröffnet.

Die Anschrift des Calvin-Büros lautet: Achim Detmers, Geschäftsstelle des Reformierten Bundes, Knochenhauerstr. 33, 30159 Hannover, Tel. 0511/1241-808, E-Mail: calvinus@t-online.de.

Hannover, 12. März 2009

Pressestelle der EKD
Reinhard Mawick


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Publikationsdatum dieser Seite: 2016-08-10