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Calvins Leben in Zahlen

1509
Geburt am 10. Juli in Noyon (Picardie)

1523-1531
Studium der Rechtswissenschaften in Paris, Orléans und Bourges

1531
Tod des Vaters; Aufnahme humanistischer Studien in Paris

1533
Studium reformatorischer Ideen; Abfassung der reformatorischen Rektoratsrede seines Freundes Nikolaus Cop

1533/1534
Flucht zu seinem Freund Louis du Tillet nach Angoulême; dort Studium theologischer Literatur; endgültige Bekehrung zur Lehre der Reformation

1534
Flugblätter gegen die römische Messe tauchen in Frankreich auf; König Franz I. gibt das Signal zur Verfolgung der Protestanten; Calvin flieht nach Basel

1536
Veröffentlichung der 1. Auflage seines Hauptwerks "Christianae Religionis Institutio" (Unterweisung in der christlichen Religion); im Vorwort an König Franz I. rechtfertigt Calvin das Anliegen der französischen Protestanten

1536
Der Genfer Reformator Guillaume Farel kann Calvin für die Unterstützung der Reformation in Genf gewinnen; in Genf hält Calvin Vorlesungen und organisiert die Reformen

1537
Calvin verfasst einen Katechismus und ein Glaubensbekenntnis, auf das alle Genfer Bürger schwören sollen, um zu zeigen, dass sie dem alten Glauben abgelegt haben; dagegen erhebt sich Widerstand

1538
Der Genfer Rat beschließt auf Druck Berns die Angleichung der Kirchenordnung an die Berner Vorlage. Calvin und Farel bestehen auf der Unabhängigkeit der Kirche vom Stadtrat; sie weigern sich, das Abendmahl nach Berner Ritus auszuteilen und werden per Ratsbeschluss ausgewiesen

1538
Calvin geht nach Straßburg, er wird Pfarrer der französischen Flüchtlingsgemeinde und hält biblische Vorlesungen an der Hohen Schule

1539
Calvin veröffentlicht die zweite Ausgabe seiner Institutio und den Kommentar zum Römerbrief

1540

Heirat mit Idelette de Bure

1540/1541
Teilnahme an den Religionsgesprächen in Hagenau, Worms und Regensburg; Calvin lernt den deutschen Protestantismus sowie seine führenden Vertreter kennen

1541
Der Genfer Rat bittet Calvin, als Pfarrer nach Genf zurückzukommen. Calvin folgt dem Wunsch erst nach langem Zögern

1541
Der Genfer Rat beschließt die von Calvin entworfene Kirchenordnung (Ordonnances ecclésiastiques); fortan gibt es vier biblisch begründete Gemeindeämter: Pastoren, Lehrer, Älteste und Diakone; ein Konsistorium wird eingerichtet mit der Aufgabe, die kirchliche Ordnung aufrechtzuerhalten; das Konsistorium verfügt über drei Möglichkeiten der Maßregelung: Ermahnung, Exkommunikation, Strafanzeige beim Genfer Stadtrat. In den weltlichen Machtbereich und in die Gerichtsbarkeit darf das Konsistorium nicht eingreifen

1547
Im Genfer Rat kommt es erneut zum Konflikt über die Unabhängigkeit der Kirche gegenüber dem weltlichen Staatswesen. Calvin kann seinen Standpunkt zwar durchsetzen, aber die Konflikte dauern bis 1555

1549
Tod seiner Frau Idelette de Bure

1549
Zürcher Einigung in der Abendmahlsfrage mit Zwinglis Nachfolger Heinrich Bullinger (Consensus Tigurinus)

1552-56
Abendmahlsstreit mit dem Hamburger Lutheraner Joachim Westphal

1553
Der bereits in Vienne zum Tod verurteilte Michael Servet wird in Genf erkannt; Calvin beantragt seine Verhaftung und liefert der Anklage das nötige Beweismaterial; Servet wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt; seine Ausfälle gegen die Trinitätslehre und die Kindertaufe werden vom Rat der Stadt als Gefahr für den Bestand der christlichen Gesellschaft eingeschätzt

1555
In Genf kommt es zu einer kleinen Revolution gegen die drohende Übermacht der protestantischen Franzosen in Genf; es wird versucht, dem Bürgermeister den Stab zu entreißen, deshalb wird der Aufstand vom Rat als Hochverrat eingestuft; vier Teilnehmer werden deshalb zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Gegner Calvins verlieren endgültig ihre Mehrheit im Rat

1559
Calvin gründet die Genfer Akademie und schließt die letzte Fassung seiner Institutio ab. Zum 50. Geburtstag bekommt er das Genfer Bürgerrecht verliehen

1564
Nach längerer Krankheit stirbt Calvin am 27. Mai

Achim Detmers


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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-01-23