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Basel

Im Alter von knapp 26 Jahren kam Calvin 1535 als Flüchtling aus Frankreich nach Basel. Bis 1556 war Calvin insgesamt 15-mal in der Buchdruckerstadt. Trotzdem gibt es in Basel keinen einzigen Ort, wo an den Genfer Reformator erinnert wird. Bei seinem ersten Aufenthalt in Basel lebte Calvin unter dem Decknamen >Lucianus< (Anagramm aus >Calvinus<) in der Albanvorstadt bei einer Katharina Klein, die sich in späteren Jahren an Calvin erinnern konnte. Dort vollendete Calvin die erste Fassung seiner Institutio, die 1536 vom Verleger Thomas Platter herausgegeben wurde. Die Druckerei Platter lag im Haus zum >Schwarzen Bären<, das sich bis zum Bau des Spiegelhofs an der Petersgasse 13 befand. Das Haus ist auf einem Modell der Stadt Basel aus dem 17. Jahrhundert im Museum Kleines Klingental zu sehen. Das Museum befindet sich am Unteren Rheinweg 26. Die Öffnungszeiten sind: Mi und Sa von 14-17 Uhr, So von 10-17 Uhr. Eintritt: 7 CHF, ermäßigt 5 CHF, für Schüler bis 13 Jahre frei (www.kleines-klingental.ch).

Bei seinem zweiten längeren Aufenthalt in Basel 1538 wohnte Calvin zweieinhalb Monate bei dem Latein-Professor Johannes Oporinus und mehrere Wochen bei dem Griechisch-Professor Simon Grynäus. Die damaligen Wohnhäuser beider Professoren sind heute nicht mehr bekannt. An Grynäus erinnert jedoch die so genannte >Reformatorentafel< von 1542 im Kreuzgang des Baseler Münsters (www.baslermuenster.ch). Neben dem Grab von Grynäus befindet sich dort auch das Grab des Baseler Reformators Johannes Oekolampad. Calvin hat den 1531 verstorbenen Reformator nicht mehr kennengelernt. Gleiches gilt wahrscheinlich auch für den berühmten Humanisten und Wegbereiter der Reformation, Erasmus von Rotterdam. Erasmus hatte Basel nämlich 1529 aus Protest gegen die Reformen verlassen und war erst 1535 als todkranker Mann zurückgekehrt und kurz danach gestorben. Erasmus wohnte im Haus >Zum Luft< an der Bäumleingasse 18. Im Erasmushaus befindet sich heute ein nicht öffentliches Antiquariat. Besuche sind nach Vereinbarung möglich (www.erasmushaus.ch). Das Grab des Erasmus' mit dem großen Epitaph befindet sich im Baseler Münster. Teile seines Nachlasses sind im Historischen Museum in der einstigen Barfüßerkirche des Franziskanerklosters ausgestellt. Auch Calvin dürfte sich in diesem Klostergebäude aufgehalten haben. Auch wenn im Museum nirgends an Calvin erinnert wird, so ist ein Besuch doch auf jeden Fall lohnenswert. Das Museum am Barfüßerplatz beherbergt die umfassendste kulturhistorische Sammlung am Oberrhein und ist eines der großen Museen seiner Gattung in der Schweiz. Es hat geöffnet von Di-So 10-17 Uhr (www.hmb.ch).

Im Stadt-Casino am Barfüßerplatz (Steinenberg 14) befindet sich die Touristeninformation.


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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-01-23