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Vom Calvinismus geprägt

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Karl Barth (1886-1968)

Karl Barth (1886-1968)Der Schweizer gilt vielen als Kirchenvater der 20. Jahrhunderts. Er wird 1886 in Basel geboren und wächst in Bern auf. 1904 bis 1908 studiert Karl Barth Theologie, unter anderem bei Adolf von Harnack, dem führenden Vertreter liberaler Theologie. Als Pfarrer einer Arbeiter- und Bauerngemeinde in Safenwil (1911-1921) erarbeitet er eine Theologie des Wortes Gottes, in der er sich von der Theologie seiner Lehrer ab setzt. Sein Römerbriefkommentar macht ihn nach dem Ersten Weltkrieg bekannt.

1921 wird Barth Theologieprofessor in Göttingen, später in Münster und Bonn. An seinem Hauptwerk, der Kirchlichen Dogmatik, arbeitet er von 1932 bis zu seinem Tod. 1933 gründet Barth die Zeitschrift "Theologische Existenz heute". Die Barmer Theologische Erklärung von 1934 stammt zum größten Teil aus seiner Feder. Barth gehört zur Leitung der Bekennenden Kirche. Er verweigert den Eid auf Hitler, kritisiert 1935 auf der Dahlemer Bekenntnissynode Menschenrechtsverletzungen des NS-Regimes, muss Deutschland verlassen und wird Professor in Basel. Mehrmals ruft Barth zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf.

Nach 1945 wirbt er für Versöhnung und Neuanfang und wendet sich gegen die atomare Aufrüstung. Auf der Gründungsversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Amsterdam 1948 sagt Barth: "Inmitten dieser Unordnung Gottes Reich als das der Gerechtigkeit und des Friedens anzuzeigen, das ist der prophetische Auftrag der Kirche: der Auftrag ihres politischen Wächteramtes und ihres sozialen Samariterdienstes." Barth stirbt im Alter von 82 Jahren.


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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 10. August 2016 11:00