Logo der EKD

Vom Calvinismus geprägt

zurück

Willem Adolf Visser 't Hooft (1900-1985)

Ein Reformierter aus den Niederlanden war von 1948 bis 1966 der erste Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen Willem Adolf Visser `t Hooft, geboren am 20.9.1900 in Haarlem (Niederlande), studierte reformierte Theologie an der Universität Leiden. Er wurde 1924 zum Sekretär des Weltbundes des CVJM berufen und 1931 Generalsekretär des christlichen Studentenweltbundes. Visser `t Hooft erwies sich als ausgezeichneter Theologe wie glänzender Organisator, so dass seine Mitarbeit auf allen ökumenischen Versammlungen seit 1937 sehr geschätzt wurde.

Theologisch war er von Karl Barth beeinflusst und unterstützte in der Zeit des Nationalsozialismus die Bekennende Kirche in Deutschland. Ausgehend von der biblisch begründeten und von Calvin theologisch reflektierten Vorstellung, dass die Einheit der Kirche allen möglichen Kirchtümern immer schon vorausläuft, setzte er sich unermüdlich für die sichtbare Gestalt der einen Kirche ein. Die erste Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) wählte ihn deshalb 1948 zum Generalsekretär.

In seiner gesamten Arbeit hatte das Bestreben um die Einheit der Kirche immer auch das Ziel, sich für die Nächsten zu engagieren: "Die christliche Ökumene hat nur dann das Recht sich so zu nennen, wenn sie daran denkt, dass sie dazu da ist, das Salz der Erde zu sein". Und dieses Bestreben war seiner Gestalt nach immer Dialog, dessen Bedeutung er hervorzuheben nicht müde wurde: "Die Kirche darf nicht zur Bühne eines Monologs der Hierarchie, auch nicht der Theologen werden. Die Kirche ist ihrem Wesen nach dialogisch".

Visser `t Hofft blieb Generalsekretär des ÖRK bis zum Eintritt in den Ruhestand 1966. Er starb am 4.7.1985 in Genf, der Stadt, deren Ehrenbürger er war.

Jörg Schmidt


EKD
Evangelische Kirche in Deutschland
Copyright ©2016 Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) | Datenschutz | Impressum
Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 10. August 2016 11:00